Gesundheitssysteme im Umbruch - Europa und Afrika vor gemeinsamen Aufgaben
Afrikas Gesundheitssysteme stehen ständig vor krisenartigen Belastungen. Mangel an Geld und an qualifiziertem Personal oder häufig an beidem sind Fakten des täglichen Lebens.Beispielsweise haben in Keny ein Viertel der qualifizierten Krankenschwestern keine permanenten Job.
Jene, die Arbeit gefunden haben, werden oft überbelastet und werden von der Versuchung geführt zu besseren Bedingungen im Ausland zu arbeiten.
Es gibt ein in den meisten afrikanischen Ländern ein großes Reservoir von arbeitslosen Krankenschwester, aber vielen Regierungen behaupten, aufgrund der erzwungenen Bedingungen von IMF/Weltbank ihre aufgeblähten Staatsdienste schlanker machen zu müssen und deshalb diese ausgebildeten Kärfte nicht anstellen zu können.
Viele Berufstätige im Gesundheitswesen Afrikas haben lanhge gespart, um Geld für ihre Ausbildung zu sparen, müssen aber dann kämpfen tatsächlich Arbeit zu finden. Jetzt sparen sie wie tausende von anderen Menschen in Afrika, um nach England oder die USA zu gehen. Die afrikanischen Regierungen versprechen oft, dass sie Ausgaben für Gesundheit steigern, aber viele tun es nie odfer nicht ausreichend.
Die Abwanderung von Ärzten und Krankenschwestern von Afrika in reiche Länder hat Ängste vor einer vor einem breiten Verlust an medizinischem Know How hervorgerufen. Entsprechend Statistiken des Gesundheitsministeriums in Zimbabwe ist weniger als eine von vier Stellen für Ärzte besetzt. Vier von fünf der Bezirkskrankenhäuser, die ländliche Gegenden versorgen, haben keine Ärzte. Aber empirische Forschungen über das Problem liegen nicht vor und werden durch einen Mangel an Daten behindert. Wieviele Ärzte und Krankenschwestern haben Afrika verlassen? Welche Länder verließen sie? Wo haben sie sich niedergelassen?
Umgekehrt besteht auch das Problem, dass in vielen westlichen Ländern die Gesundheitssysteme inzischen von ausländischem Pflegepersonal abhängig sind. Sie bilden heute das Rückgrat der Pflege, ein verlust erscheint auch vor dem Hintergrund der zunehnehmenden Überalterung kaum möglich.
Hier liegt eine wichtige Aufgabe für die Zukunft von Afrika und Europa, die nur gemeinsam gelöst werden kann.