Afrika - kulturelle Wiege der Menschheit

Afrika ist wahrscheinlich das älteste bewohnte Gebiet auf der Erde, wobei die menschlichen Art tatsächlich von diesem Kontinent abstammt. Dank Computertechnik, Photographien und Abbildungen kann Afrikas Geschichte jetzt leichter wahrgenommen werden, um uns mit einem besseren Verständnis der Evolution zu bereichern. Anthropologen haben viele Fossilien und Beweise der menschlichen Tätigkeit so alt wie 7 Millionen Jahre entdeckt. Es wird angenommen, dass fossile Überreste von mehreren Arten von frühen Menschen die Vorläufer der modernen Menschheit bilden.


Die Realität ist, dass es keinerlei direkte Aufzeichnungen gibt. Forscher haben gefunden, dass bis 130.000 v.Chr. der Großteil von Afrikas Bevölkerung die Sahara bewohnte. Zu dieser Zeit wird geglaubt, dass dies ein mit Flüssen versehenes fruchtbares Tal war. Abbildungen von Gravuren in afrikanischem Ocker (eine Art des Steins) erlauben Historikern, den Fortschritt der Menschheit besser zu erforschen. Auf Grundlage von historischen Nachbildungen des Kontinents  wird angenommen, dass Afrika etwa 70.000 v.Chr. ein Sterben von 30% seiner Tierweltart erlitt. Dieser Theorie logisch folgend, etwa 30.000 v.Chr. begann auf der Welt die letzte größere Eiszeit. Damals reichte die Saharawüste bis zum äthiopischen Hochland und die Berge in Zentralafrika verschwanden unter Eis.


Dann tauchte die als Becher-Kultur genannte Rasse im westlichen Nordafrika auf. Benannt nach bei dieser Art wegen in Gräbern gefundener unverwechselbaren geformten Keramik, wird die Becherkultur mit dem Aufkommen von einer Kriegsmentalität verbunden. Bilder nordafrikanischer Steinkunst dieser Periode zeigen Tiere, aber es konzentriert sich auch auf menschliche Figuren, ausgerüstet mit Waffen und Verzierungen. Sie bevölkerten auch die große Seen-Region entlang der östlichen Küste des Mittelmeeres, um die proto Kanaaniter zu werden, die das Flachland zwischen dem Fluss Jordan, dem Mittelmeer und der Sinai Wüste dominierten.


Bis zum 1. Millennium vor Christus war die Eisenkunst in Nordafrika eingeführt worden und begann schnell, sich über die Sahara in die nördlichen Teile der Sub-Sahara von Afrika auszubreiten. Technisch behandelte Artefakte begannen in Westafrika alltäglich zu werden. Die Eisenbearbeitung wurde vollständig bis grob 500 v.Chr. in den Bereichen von Ost- und West-Afrika eingeführt, anderen Regionen blieben aber noch lange ausgeschlossen.

Die heute bekannte Kunst Afrikas entstand aber erst viele Jahrhunderte später. Die naturnahe Religion, das reichhaltige Angebot an Holz und die Lebensweise in Stämmen führten zu der Entwicklung einer hoch entwickelten Kunst. Afrikanische Masken und Figuren standen aus dieser langen Tradition, konnten ihr eigenes Bild entwickeln. Die charakteristischen Merkmale sind natürlich innerhalb der einzelnen Stämme unterschiedlich, trotzdem ist allen Figuren und Masken gemeinsam, dass sie sehr ausdrucksstark sind, qualitativ hoch verarbeitet und die Kunst der Abstraktionen in Perfektion beherrschen. Einen guten Eindruck der Verschiedenheit der Kunst Afrikas kann diese Bildgalerie afrikanischer Masken bieten.

In der Neuzeit wiederum haben die Künstler Afrikas die alten Traditionen umgesetzt in die moderne Welt. Auch wenn sie im Westen wenig bekannt sind, so gibt es eine reichhaltige Kulturszene in den Städten der afrikanischen Länder.